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Tag 4 W-Trek im Torres del Paine Nationalpark

Refugio Los Cuernos – Sector Estancia – Rio del Arriero – Refugio Chileno – Sector Chileno – Paso de los Vientos (Windy Pass of Torres del Paine) – Refugio Chileno

Karte der Strecke von Tag 4 im Torres del Paine Nationalpark

An den Ufern des Lago Nordenskjöld

Der vierte Tag im Torres del Paine Nationalpark kann entspannt starten. Keine Eile, heute machen wir einiges an Strecke gut. Aber wir verpassen nichts, wenn wir eine halbe Stunde früher oder später starten. Außerdem werden wir im Gegensatz zu Tag 3 und Tag 5 keine großen Höhendifferenzen überwinden müssen. Da wir gestern den etwas längeren Weg bis Cuernos gegangen sind haben wir einen kleinen Vorteil. Im Gegensatz zu den anderen Wanderern, die nur bis Italiano (2019 geschlossen) oder Frances gewandert sind, sparen wir uns am heutigen Tag einige Stunden.

Zuerst einmal setzen wir unseren Marsch am Fuße des Lago Nordenskjöld fort. Wir wandern etwa 3 Stunden bis zum Ostende des Sees am flachen Ufer des Lago.

Am Fuße des Lago Nordenskjöld

Sector Estancia

Im Sector Estancia überqueren wir nach 10-15 Minuten eine kleine hölzerne Hängebrücke. Wir kommen nun am Rio del Arriero an. Nach weiteren 45 Minuten kommen wir an eine Gabelung: Links geht es Richtung Sector Chileno, rechts Richtung Sector Central. Dies ist ein Breakpoint, an dem man innerhalb von 2 Stunden zum Hotel Las Torres kommen würde, von wo aus am frühen Nachmittag ein Shuttle zum Ausgang des Nationalparks fährt. Aber dann würden wir am Tag 5 das Highlight – die Torres – verpassen. Deshalb biegen wir hier links ab in Richtung Chileno.

Sector Chileno

Der Abzweiger in Richtung Refugio Chileno nach links.

Wir sind nun am Ende des Lago angekommen und verlassen dessen Ufer. Etwas links wandern wir etwas weiter in Richtung der bergigen Landschaft. Unser finales Ziel, die Torres, werden wir morgen beim Sonnenaufgang beobachten. Dies ist eines der Highlights des W-Trek im Torres del Paine Nationalpark. Nun laufen wir über grüne Wiesen und bewegen uns dabei leicht bergauf. Hier können wir uns erstmals die Weite des Nationalparks bildlich vorstellen. Die saftigen grünen Wiesen zeigen die Fruchtbarkeit dieser kalten Landschaft in den wenigen warmen Monaten. Dieser Teil des Parks war nicht so stark von den zwei großen Bränden betroffen – was man an dem gleichmäßigen Bewuchs erkennen kann.

Pass der Winde im Torres del Paine Nationalpark

Wir machen weitere Höhenmeter gut und kommen nun an den Pass der Winde. Das ist der letzte markante Punkt auf dem Weg ins Refugio Chileno. Dieser Pass ist ein Höhenweg, aber nicht wirklich ausgesetzt. Der Weg ist immer noch breit genug für ein Eselgespann. Diese beliefern das Refugio Chileno mit Material und Essen während des Zeitraums der Bewirtschaftung.

Refugio Chileno

Wir folgen dem Pass und sehen rechts unter uns bereits das Tal, an dessen Ende sich das Refugio Chileno befindet. Am Ende des Passes geht es noch einmal ein steiles Stück bergab und nachdem wir einen Fluss überquert haben erreichen wir das Refugio. Wenn wir früh ankommen und im Zelt schlafen ergattern wir mit etwas Glück noch eine der weiter unten gelegenen Plattformen. Ansonsten müssen wir uns etwas nach oben kämpfen um auf unserer Plattform das Zelt aufzuschlagen. Hammer bekommen wir an der Rezeption und Nägel stecken meist noch in den Holzbrettern. Ganz am Ende des Refugios innen ist ein großer beheizter Trockenraum, wo wir unsere schmutzigen Klamotten nach dem Duschen aufhängen können. Tag 5 werden wir also in trockener Kleidung beginnen. Dies ist ein Luxus den Ihr nach mehreren Tagen im Park schätzen werdet.

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